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Reproduktion und Carearbeit - PÖDcast Ep. 20 – Transcript

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Summary

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  • In jeder kapitalistischen Gesellschaft wird gearbeitet, wobei alle ökonomischen Akteure dem Motiv des Gelderwerbs verpflichtet sind.
  • Kehrarbeit wird in Familien privat verrichtet und ist entsprechend kein direkter Beitrag zur kapitalistischen Vergesellschaftung in Form des Werts.
  • Reproduktion ist kein Sphärenbegriff, sondern ein Prozessbegriff, der sich von Produktion durch die Silbe Reh unterscheidet.
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Transcript

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[musik] [seufzt] Reproduktion und Kehrarbeit ist das Thema. Die Unterüberschrift ist so ein bisschen ein orthodoxer Lösungsvorschlag zur endlosen Debatte um die Frage der Fürsorgearbeit in der Wertheorie.

Das ein bisschen schwierige an dem Thema ist natürlich, dass man Wissen über das, was ist gar nicht unbedingt unterstellen kann sollte und dass auch das Wissen, was es gibt, über die Wertheorien nicht dadurch glänzt, dass es sonderlich einheitlich ist. Also, wenn man einem Michael Heinrich zuhört oder vom Gegenstandpunkt

Arbeit und Reichtum liest oder ein Krisheft in die Hand bekommt, dann wird man merken, dass auch von den Leuten, die sich ein oder zwei Jahre mit Wertheorie beschäftigt haben, nicht sehr viel Einigkeit darrüber gibt, wie diese Bestimmungen eigentlich aussehen.

Insofern versuche ich hier wirklich gar nicht groß irgendwas vorauszusetzen, sondern an den einzelnen Punkten, die für uns heute relevant sind, Sachen zu entwickeln.

Soll heißen, scheut euch nicht, wenn ihr an einer Stelle auch gleich am Anfang sagt, verstehe ich nicht, was damit gemeint ist, das auch einfach zu sagen. Es soll hier ist mal nichts vorausgesetzt werden, aber das ist halt manchmal schwierig. Manchmal merkt man es auch nicht. Also sackt, wenn es passiert.

Bevor ich zur ersten These komme, erstmal sowas wie einen Interludium. Sowas wie eine wie eine wie ein kurz, wo bewegen wir uns? Was wollen wir uns erklären? Jetzt ist mal die erste Behauptung, in jeder Gesellschaft wird gearbeitet.

Das ist nichts spezifisches für diese Gesellschaft. Ab dem Moment, wo es spezifisch wird, ist wie Produktion und Reproduktion organisiert werden, welche Motive die Leute verfolgen, wenn sie was herstellen, auch wer die Nutzniieser der Arbeit sind, wer sie ins Werk setzt, wer wer arbeiten

muss, das alles sind gesellschaftliche Spezifika, die wir uns für den Kapitalismus zu erklären haben. Darüber hinaus und das ist ja bei der Frage der Kehrarbeit nicht unwichtig, ist es eine Frage dieser politischen Ökonomie, also jetzt nicht einfach aller Gesellschaften, sondern dieser

Gesellschaft, was überhaupt als gesellschaftliche Arbeit praktisch anerkannt wird? Na ja, und was halt in die Privatsphäre der Leute zählt. Was ich heute also behaupten will, das ist das einzige, was ich jetzt nicht gleich diskutieren will, weil das ist eine der Haupttesen, die soll natürlich am Ende eingelöst werden. Also, wenn ihr

die jetzt erstmal nicht schlüssig findet, dann äh freut euch, dann werdet ihr nicht einhalb Stunden zugelabert mit irgendwas, was ihr eh sagt. Ja, klar. Also meine erste Behauptung wäre die Unterscheidung, die zumindestens die, die sich ein bisschen mit Marx beschäftigt haben, rauf und runter sagen können, dass nämlich eine Ware zerfällt in Gebrauchswert und Tauschwert, das

also eine Ware nach der einen Seite das ist, was Güter in allen Gesellschaften sind, nützliche Dinge. Unabhängig von der Gesellschaftsform, in der sich dieser Becher bewegt, kann man aus den Kaffee trinken.

Getrennt davon hat das scheiß Ding auch einen Preis, also einen Wert, der in Geld beziffert und ausgedrückt wird. Das ist was anderes als der Gebrauchswert. Das ist nicht nur was anderes, sondern das ist in dieser Gesellschaft auch das Entscheidende, also dass dieser Becher hergestellt wird.

Gut, in dem Fall wird der vom DGB hergestellt als Werbegeschenk, aber in den allermeisten Fällen werden solche Becher hergestellt. Genau nicht für den Gebrauchswert, sondern für den Tauschwert, dass man das Geld erzielt, erzähle ich euch nichts Neues.

diese Unterscheidung, die also die meisten von euch mal irgendwann gehört haben und die anderen jetzt mal gehört haben, von der behaupte ich, die muss man nicht nur an der Ware vornehmen, sondern die muss man auch auf einer Makroebene auf die ganze Gesellschaft übertragen. Was damit gemeint ist, wer wer das Fremdwort nicht kennt, das soll einfach heißen Mikroebene einzelne Sache an der Ware. Ja. Ja. Die zerfällt in einen Gebrauchswert und einen Preis.

Okay, ich behaupte, man muss sich auch klar machen, dass der ganze Stoffwechsel dieser Gesellschaft, also wie wir alle leben, wie die ganze Gesellschaft produziert und reproduziert, zerfällt in diese beiden Momente von Gebrauchs und Tauschwert.

Das soll heißen, aber wie gesagt, das müsste jetzt noch nicht komplett mitgehen, das ist am Ende der Witz. Da werden wir also an sehr vielen Stellen drauf eingehen, aber dann habt ihr schon mal gehört und wisst, wohin die Reise geht. dass einerseits in dieser Gesellschaft produziert wird für Geld, das wisst ihr auch und dass der ganze Stoffwechsel der Gesellschaft vermittelt übers Geld stattfindet. Also ihr nur dann und insofern an die Sachen rankommt, wenn ihr Geld dafür gebt, dass dieser wertvermittelte Stoffwechsel

aber überhaupt nicht der ganze Witz des gesellschaftlichen Stoffwechsels ist, sondern damit sich diese Gesellschaft wirklich reproduziert, braucht noch viel mehr als die wertvermittelte Arbeit. Und das muss man sich klar machen, wenn man sich das Verhältnis von Reproduktion und Kehrarbeit und Produktion richtig klar machen will.

Wie gesagt, das ist jetzt ein bisschen die methodische Vorbehauptung, damit ihr ein bisschen wisst äh äh auf was auf was das hier hinausläuft. Habt ihr soweit mal Fragen? Gut. Äh, das ist vielleicht jetzt nur eine ähm semantische Frage, aber ich habe dich jetzt gerade so verstanden, dass du meinst, ähm, die Tauschwert Seite der Prod der

gesellschaftlichen Produktion und die Gebrauchswertseite fallen auseinander. Insofern äh in einem ähnlichen Verhältnis, wie die eben bei der Wade auseinanderfallen, dass eben eine Wade hat ein Tauschwert und die hat ein Gebrauchswert.

Ähm, den Tauschwert hat sie also auch, weil sie ein Gebrauchswert hat, aber der ist ein bisschen unabhängig davon umgekehrt. Und ähm hat die These so verstanden, dass die ganze Später der Gesellschaft in der Geld hergestellt wird oder für Geld produziert wird in der gewissen Weisen der getrennte ist von der in der produziert wird, aber dass quasi der Gerauswelt in der Reproduktion liegt oder vielleicht habe ich es falsch verstanden und dann würde ich darum auf

hierum bitten, weil das ja vielleicht gutes nachfrien zu können. Ein Stück weit hast du jetzt die einzige Frage gestellt, zu der ich gesagt habe, lass uns die mal noch nicht diskutieren, weil wie das sich genau verhält, wird der Inhalt des heutigen Tages sein.

Äh, aber ich kann ja trotzdem schon mal anfangen, was wegzuräumen, was vielleicht das Missverständnis ist. Nee, ich lasse es. Da verzettelt man sich nur und greift Sachen vor. Merkt ihr einfach mal die Frage, die Unzufriedenheit und dann gucken wir, ob sie bei, sagen wir mal, These 4 noch da ist. Ist das okay?

Ja, klar. Erstens, die Thesen haben keine Namen. Sorry dafür. [gelächter] Müsst jetzt mit erstens leben. Also auch in der kapitalistischen Produktionsweise leistet die Ökonomie den allgemeinen Stoffwechsel der Gesellschaft, zumindestens partiell. Was ist mit diesem Satz gemeint? Erstmal

auch diese Gesellschaft stellt Dinge her, Leute verknuspern die und dann geht die nächste Runde davon los als Prozess von Produktion und Reproduktion.

Jetzt kommt eine Einschränkung, zumindestens partiell. Was ist mit dieser Einschränkung gemeint? Erstens mal, eine gelingende Reproduktion ist überhaupt nicht das Motiv der verschiedenen ökonomischen Akteure. soll heißen, in dieser Gesellschaft wird nicht gearbeitet und lässt man auch nicht arbeiten, damit die Gesellschaft funktioniert, sich reproduziert, damit

andere Gesellschaftsmitglieder in den Genuss von irgendwelchen Gebrauchswerten kommen, sondern alle ökonomischen Akteure sind im Motiv des Gelderwerbs verpflichtet. Die beteiligen sich also Privatperson und im Interesse ihrer Bereicherung an der gesellschaftlichen Arbeitsteilung, die es also gar nicht als bewusste Arbeitsteilung gibt,

sondern nur als blindwirkendes Ergebnis von lauter Konkurrenzgeiern. Das heißt gar nichts anderes als alle Produzenten in dieser feinen Gesellschaft, die interessieren sich für den Tauschwert ihrer Produkte, dass die dass den Scheiß, den die herstellen, auch irgendeinen sachlichen

Gebrauchswert hat. Das ist Voraussetzung dafür, dass sie ihr Zeug verkaufen. Das ist gar nicht so, dass es kein inneres Band gäbe zwischen zwischen Wert und Gebrauchswert. Das wäre mal eins davon. Die Sachen müssen schon Gebrauchswert haben, damit sie jemand kauft.

Aber das Motiv ihrer Herstellung ist nicht dieser Gebrauchswert, sondern das Geld, was man damit machen kann. Das war dann übrigens für die alten Kritiker der politischen Ökonomie auch mal der Ausgangspunkt ihrer Untersuchung.

Also die verschiedenen Waren innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft sind also Beiträge zur gesellschaftlichen Gesamtarbeit, ohne dass das irgendwie das Motiv der Leute wäre, die sich daran beteiligen.

Frequently asked questions

Alle ökonomischen Akteure sind dem Motiv des Gelderwerbs verpflichtet und beteiligen sich an der gesellschaftlichen Arbeitsteilung.

Nein, weil sie nicht für den Tausch oder zum Zweck des Gelderwerbs verrichtet wird, gilt sie in den Familien nicht als Beitrag zum Wert.