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Arbeit und Wert - PÖDcast Ep. 19 – Transcript

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Transcript

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[musik] Hallo zum Podcast zur politischen Ökonomie der Digitalisierung. Heute wieder mit einem Gast, der wohl bekannt ist auf diesem Server. Ist der Host von 99 Z1. Hallo Nadin.

Hallöchen Peter. Ja, heute haben wir wieder so ein Thema, was wahnsinnig grundsätzlich ist. Äh, es wird zeitgleich mit äh dieser Folge Artikel in der Jungen Welt geben äh auf der Thema also relativ ausführlich zum Thema Arbeit und Wert. Und die Genese des Artikels, einige werden es verfolgt haben, war so eine Debatte, die ich mit

jemand geführt habe, ähm mit äh Morph. Das ist es gar nicht so wichtig. Ähm, da wird's jetzt im weiteren nicht darum gehen, aber er hat immer wieder drauf bestanden, dass ich auch an meiner Antwort eigentlich gar keinen Grund dafür geliefert hätte, warum nur Arbeit wer bildend sei. Und auf eine gewisse Art hat er recht gehabt. Ich habe versucht drauf hinzuweisen, warum das

eigentlich eine Trivialität ist, das nur Arbeitwertschafft. Aber ich meine, und das will ich heute nachholen, dazu muss man tatsächlich deutlich mehr sagen, als ich es an der Stelle gemacht habe und auch mehr sagen, als man bei Marx dazu findet. ähm weil Marx das mal das Einstieg zu wählen, der hat es mit anderen Ökonomen zu

seiner Zeit zu tun gehabt. Also, der hat sich abgearbeitet vor allem an Ricardo und Smith, die auch ganz selbstverständlich davon ausgegangen sind, dass nur die Arbeit wert schafft. Und insofern war das für Marx wenig begründungs relevant, dass man davon ausgeht, dass Arbeit als einziges Wertschafft. Und als die ersten zaghaften Theorien des subjektiven Rechts ja schon zu Marx Wzeiten entstanden sind

und Leute wie Ben Barnberg ihn dafür kritisieren und sagen, du gehst doch dogmatisch davon aus, dass du die Arbeitwertschaft erwischt Marx das weg und sagt, das ist ja wohl eine Banalität, eine Trivialität, dass nur die Arbeit den Wert schafft. Und das ist insofern ganz aus der Zeit gefallen, weil heute, egal was man davon hält, das total durchgesetzt ist, dass

niemand mehr in der akademischen Ökonomie ähm auch in der Unternehmensberatung, also überhaupt, wo Ökonomie betrieben wird, mehr davon ausgeht, dass Arbeit wertschafft. Und insofern ist es nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch in der Öffentlichkeit ähm bis sind zu TikTok total üblich geworden, dass man sich lustig macht über diese letzten drei drei Marxisten,

die noch davon ausgehen, das Arbeit, den Wertschafft. Ich habe da ein Beispiel dafür mitgebracht. Ich denke mal, die meisten Zuhörer kennen die Beispiele selbst auch Mass, aber ich dachte eins bringe ich mal mit. Nadin, kannst du das einspielen?

Wird es jetzt der Kuchen aus Sand? oder äh irgendwas in der Richtung hat 1000 solche Sachen schon gehört. Ja. Ja, es schauen wir mal. Ich hab's ich kenn es noch nicht, deswegen ich bin gespannt.

Äh machen wir vielleicht diese Ansicht und ziehen das in die Mitte, dann sieht's doch am lustigsten aus. Okay. Und los geht's. Marxisten schauern sich mal ihrer Arbeitswertheorie und behaupten, dass einen guten nur dadurch Wert hat, weil Arbeit reingeflossen ist. Klingt zwar immer irgendwie ganz nett, schießt aber komplett an der Realität vorbei. Wäen wir uns mal vor, dass wir eine Apfelfarm hätten. Wir pflücken Äpfel und es läuft prima. [musik] So gut sogar, dass wir

uns einen Mitarbeiter leisten können. Jetzt passiert's aber. Niemand will mehr Äpfel haben. Alle wollen nur noch BN kaufen. Was jetzt passiert ist, da [musik] kein Mensch mehr Äpfel will, können wir auch nicht verkaufen. Dadurch, dass wir unser Produkt da niemanden verkaufen [musik] können, hat es keinen Wert. Dadurch, dass das Produkt keinen Wert hat, kriegen wir am Ende auch keine Bezahlung. Völlig egal, wie hart wir gearbeitet haben. Die Arbeit ist nicht an sich wertvoll, sondern nur wenn das Produkt auch nachgefragt wird. Wert entsteht nicht

durch Arbeit, sondern durch Nutzen im Tausch. Sonst wäre jeder aufgeschüttete Sandhaufen ein unbezahlbares Luxusgut. Marxist kann man sich mal, da war er, da war er der Sandhaufen. Ja, genau. War ja nicht schlecht, dass es direkt ähm also das Standardbeispiel, ne? Also, es gibt dann noch die vulgär und Weise, wo sie sagen: "Ja, einen Kuchen aus Scheiße oder so, aber normalerweise ist es immer dieses Sandkuchenbeispiel. Ja, versuch mal ein Kuchen aus Sand zu verkaufen."

Ja, jetzt hast du unser Video direkt demonetarisiert für dich, oder? [gelächter] Genau. Nein, wird's nicht. Das ist in Ordnung. Sowas darf man schon noch sagen. [schnauben] Ja, sag du mal was zu Video.

Ja, will ich erstmal gar nicht. Ich will eher das noch ähm erweitern und sagen, das ist ja nicht das einzige, wie soll man sagen, so Gegenargument, was wo wo die Leute sich ganz sicher sind, ähm die das die das verbreiten, damit ist eigentlich alles gesagt. Das gibt noch den Verweis darauf, dass gesagt wird, übrigens haben Dinge einen Preis und sind ganz viel wert, die

überhaupt keine Arbeit geflossen ist. Ähm, Grund und Boden ist da immer das klassische Beispiel. Bei Äpfeln kann man ja auch mal dran denken, dass der der Apfel weiß Gott nicht nur ein Produkt von Arbeit ist, hat die Natur auch ein bisschen was damit zu tun.

Ähm und all das steht neben natürlich den Ortung, die darf ich nicht weglassen, die Antiquitäten, die seit [räuspern] jeweils, also seit 150 Jahren auch Part dafür stehen, dass äh Kunstwerk und Antiquitäten, dass die ah vielleicht zwar das Produkt von Arbeit sind, ähm die wird nun mal hergestellt, aber mit Sicherheit sich nicht äh ihr Preis erklären lässt daraus, dass darin so viel Arbeit vergegenständigt wäde.

Und dann gibt's das Glas Wasser in der Wüste, was immer angeführt wird, wo eben Angebot und Nachfrage doch erklären würde oder der Grenzutzen erklärt, warum das Glas so äh subjektiv wertvoll ist, aber sicher nicht die Arbeit, weil ist ja nicht mehr Arbeit in das Glasswasser.

Alles zusammengenommen ähm steht erstmal dafür, man macht sich heutzutage lächerlich, wenn man auf eine objektive Wertheorie besteht, dann nimmt einen wirklich keiner ernst. Und das soll mal mein Einstieg sein und wir kommen auf dieses Video noch zurück, aber ich jetzt habe ich mir halt eine Reihenfolge überlegt, wo ich meine so so gehen wir mal durch die Sache durch und ich hoffe,

dass das diese Sache mal ein bisschen sortiert und klärt für Leute, die da selber dran rumbeißen und rumüberlegen. Ich will noch mal anfangen mit den Kritikern mit damit einem bisschen klar wird, warum ist denn dieser Gedanke den Mark so für banal hält eigentlich so überhaupt nicht banal. Ich habe gerade

schon gesagt, das historisch ähm akkurate Beispiel oder das historisch akkurat streicht das äh im Sinne von das historisch durchgesetzte, das das was als erstes aufgetaucht ist äh neben anderen von Jemons eben ist dieses Glas Wasser in der Wüste.

Bei ihm sind alte Bücher, Münzen und Antiquitäten. Läuft aber immer das gleiche hinaus. der hat dann da 1871 schon geschrieben. Das zerstört eigentlich die Arbeitswerttheorie. Da da daran kann man sehen, an an der bleibt nichts übrig. Ich bin da schon an ein zwei anderen Stellen bei meinen Vorträgen drauf eingegangen.

Ich bitte diese Doppelung mal ein Stück weit zu entschuldigen. Es läuft hier ein bisschen auf der andere Poente hinaus. Das vielleicht noch mal als Ankündigung für die Leute, die denken, jetzt äh skippe ich mal, weil das kenne ich alles schon von ihm oder aus anderen Quellen. So originell bin ich ja gar nicht. Dann bleibt vielleicht trotzdem mal dran. Es soll ein bisschen eine andere Point haben dieses Mal.

Welche ist es? Na ja, als erstes noch mal die Erinnerung daran, was für ein Nachweis leistet Jonss eigentlich? Er leistet den Nachweis dort, wo man etwas nicht herstellen kann, wo Arbeit gar nicht das Produkt herstellen kann.

Da ist Arbeit auch nicht die Erklärung der Grund für den Preis und das ist richtig. Das ist nur eine Tautologie oder wenn man es nicht so formal ausdrücken will.

Er konstruiert sich lauter Beispiele, bei denen man ein bestimmtes Produkt hat, was nicht durch Arbeit hergestellt werden kann und sagt dann siehe da, bei diesen Produkten, die nicht durch Arbeit hergestellt werden können, da hat die Arbeit auch nichts mit dem Preis zu tun.

Und das ist ja, wie gesagt, Tautologien sind ja immer richtig, die sind ja nicht immer falsch, sondern die sind immer richtig. Was er da feststellt ist, nehmen wir reale oder in seinem Fall ja auch ziemlich herbeifantierte Beispiele wie ein Glas Wasser in der Wüste. Ja, dann ist wirklich nichts als die Frage entscheidend für den Preis, ja, wie viel ist einer bereit dafür zu zahlen? Und jemand, der Durst hat in der Wüste und

zufällig auch noch ein paar Millionen dabei hat, kennt man, der ist bereit eine ganze Menge zu bezahlen. Ja, und das gleiche gilt natürlich auch für Antiquitäten. Ja, auch über die lässt sich natürlich sagen, ja, das ist schwer die herzustellen. So ein äh Sekretär aus dem 18. Jahrhundert, den findet man halt auf Omas Dachboden oder findet ihn nicht.

die sind qu Definition aus einem anderen Gesellschaft kommt, einer vorherigen Gesellschaft kommt und werden dann verkauft und jeder weiß ja auch an wen, nehme ich an Liebhaber, also an Leute, wo Geld erstmal nicht die Rolle spielt wie beim Otonmalverbraucher, also um zu gucken, wie über die unten kommt, sondern sind Liebhabermärkte, wo sich Leute, die sich z.B. um einen Sekretär

im 12. Jahrhundert sorgen müssen. Äh weiß nicht, 400 schon Sekretäre gab, aber auf jeden Fall müssen sie sich nicht sorgen um ihren Geldbeutel. So, das will ich mal quitieren mit ja, wer hät's gedacht?

Wer hätte's gedacht, dass wenn man sich Preisentwicklungen anguckt, wenn man sich Preise anschaut und dabei gezielt Situationen äh sich ausdenkt oder auf Situation zeigt?

Frequently asked questions

Kritiker führen Beispiele wie Antiquitäten, Grund und Boden oder ein Glas Wasser in der Wüste an, bei denen Preise nicht durch Arbeit erklärt werden können.

Der sachliche Reichtum hat seine Quellen in Natur und Arbeit, während im Kapitalismus nur Geld als abstrakter Reichtum und Zugriffsmittel auf Produkte zählt.

Arbeit ist nur als abstrakte Arbeit wertbildend, das heißt als gesellschaftlich notwendige durchschnittliche Arbeit im Dienst des Privateigentums.